Was sind Dualseelen?

Als Dualseelen beschreibt man ein spirituelles Konzept, bei dem sich während des Seelenursprungs aus einer Überseele eine Paareinheit aus zwei Seelen mit gleicher Seelenessenz gebildet hat; eine Spielart Gottes, um sich selbst als Mensch zu erfahren. Jede Seele bzw. jeder Mensch hat eine Dualseele, mit der wir am häufigsten und in verschiedenen Rollen inkarnieren - jedoch nicht notwendigerweise in jedem Leben.

 

Die Seelenliebe wird in jeder Inkarnation gefühlt. Eine Dualseele hat dabei vermehrt die männlichen Anteile erhalten, die andere die weiblichen.

 

Um Dualität und Lernaufgaben zu erzeugen, belegen wir Seelen uns vor jeder Inkarnation mit einem Ego-Schleier des Vergessens und vergessen dann gewollt, dass eigentlich alles Liebe ist. Mit diesem Ego-Aspekt ausgestattet leben wir Menschen auf der Erde in einer Trennungsillusion, die für allerlei Differenzen sorgt, sowohl in uns selbst als auch zwischenmenschlich. In einer Rückführung kann die Erfahrung wieder erlebt werden, wie wir uns als Seele ohne Ego fühlen, also ganz ohne Ängste und in voller Erinnerung daran, wer wir zwischen den Inkarnationen sind und was wir mit anderen Seelen in einem Seelenplan vereinbart haben. Dualseelen spiegeln sich all ihre Gefühle, ihr Verhalten und vor allem das, was sie unbewusst tief innen über sich selbst glauben.

 

Tritt die eine Seele vor, so kann die Seele des anderen als Spiegelbild nur zurücktreten. Sucht der eine die noch nicht wiederentdeckte Selbstliebe im anderen, so entsteht ein Sog. Der andere kann nur zurückweichen. Dies geschieht zu Anfang eher unbewusst und ist der energetische Tanz der Dualseelen. Sie ziehen sich immer wieder an  und stoßen sich gegenseitig ab, bis sie beide ihre eigene Mitte gefunden haben, bis der eine keine Angst und keinen Schmerz mehr im anderen auslösen kann. Dies tun sie niemals aus böser Absicht, sondern vielmehr aus ihrem verletzten Ego heraus oder auch gänzlich unbewusst. Sie inkarnieren viele Male und heilen in jedem Leben etwas mehr von dem ungleichen Kopf/Herz-Verhältnis in sich, indem sie sich Hürden auflegen und diese bewältigen.

 

Die Seelen lernen durch diese Erfahrungen, immer weiter in die eigene Ganzheit zu kommen und Co-Abhängigkeiten hinter sich zu lassen. Sie sollen sich wieder ganz fühlen - auch ohne Gegenpart.  Denn nur ohne ein Brauchen kann man den anderen so sein lassen, wie er ist, und ihn wahrhaftig und bedingungslos lieben. Dazu müssen die männlichen und die weiblichen Anteile in beiden gleich stark werden, Herz und Verstand gleichermaßen. Sie sind jedoch grundsätzlich keine karmische Verbindung, auch wenn der Weg durch die Inkarnationen mit karmischen Blockaden gepflastert ist.

 

Dualseelen weisen oft einen beträchtichen Altersunterschied auf und haben sich auch sonst viele zu überwindende Hürden gesteckt. Womöglich leben beide auf unterschiedlichen Kontinenten, haben starke, festgefahrene, nicht zueinander passende ethische Grundsätze, gegensätzliche Religionen oder Kulturen und stecken sehr oft schon in einer bestehenden Partnerschaft mit Kindern und anderen Verpflichtungen. Auch entsprechen sie optisch oft gar nicht dem Idealbild des anderen und können aus unterschiedichen Gesellschaftsschichten kommen. All diese Dinge sollen anderen Menschen als Beispiel und neues Vorbild dienen für die Beziehungen der neuen Zeit, die nicht mehr auf passenden Bedingungen aufgebaut sein werden, sondern auf wahrer erwartungsfreier Liebe. Die Anziehungskraft zwischen den Dualseelen ist so enorm hoch und unwiderstehlich, weil sie sich gegenseitig als Spielgel höchstes Heilpotential bieten. Zudem besteht immer die Seelenerinnerung an die einstige Einheit und bedingungslose Liebe. Unsere Seele zieht es immer zu denjenigen Menschen und Situationen, die dieses Wachstumspotential für uns bieten, auch wenn das für unser Ego nicht immer angenehm ist. In Ihrer letzten Inkarnation sollen die Dualseelen wieder als Einheit verschmelzen.